Wer weiß, wie er sich schützen kann, geht selbstbewusster durch die Welt.
Selbstverteidigung, Selbstbehauptung und Zivilcourage – Schülerinnen und Schüler der BF1 stärken ihre Persönlichkeit
Unter dem Motto „Selbst-Bewusst" fand kürzlich an der Berufsbildenden Schule Ahrweiler ein besonderes Projekt statt, das Schülerinnen und Schüler einer BF1-Klasse auf ganz praktische Weise für drei zentrale Lebensthemen sensibilisierte: Selbstverteidigung, Selbstbehauptung und Zivilcourage. Organisiert und begleitet wurde das Projekt von den Schulsozialarbeiterinnen Daniela Castro Adams und Jasmin Teubner, die das Projekt organisierten und begleiteten und den Jugendlichen Raum für Austausch und praktische Erfahrungen boten.
In kleinen Gruppen durchliefen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Workshops, die von erfahrenen Fachkräften aus der Region gestaltet wurden. Hubertus Gussone vom WEISSEN RING gestaltete einen Workshop zu den Themen Selbstbehauptung, Gewaltprävention und Opferschutz. Er thematisierte mit den Jugendlichen, wie man selbstbewusst auftritt, eigene Grenzen klar kommuniziert und in Konfliktsituationen gewaltfrei reagiert. Dabei wurde nicht nur theoretisches Wissen vermittelt. Die Teilnehmenden lernten ganz konkret, wie man in bedrohlichen Momenten ein klares „Stopp!" setzt und sich Gehör verschafft. Darüber hinaus beleuchtete Gussone aktuelle und für Jugendliche besonders relevante Themen wie Cybergrooming, Cybertorsion, Sexting und die unterschätzte Gefahr durch K.O.-Tropfen. Auch der richtige Umgang mit dem Notruf wurde geübt, denn im Ernstfall zählt jede Sekunde.
Ein weiterer Baustein des Projekts war ein praxisorientierter Selbstverteidigungskurs speziell für die Mädchen der Klasse, geleitet von Dozentin Michaela Buhl.
Ziel war es, Handlungssicherheit in möglichen Gefahrensituationen zu vermitteln und das Selbstvertrauen der Teilnehmerinnen zu stärken. Ermöglicht wurde dieser Kurs durch die Familienbildungsstätte Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. im Rahmen des Projekts „Level-Up", das durch den Verein „Aktion kleiner Prinz e.V." gefördert wird.
Neben den externen Referentinnen und Referenten waren auch die beiden Schulsozialarbeiterinnen selbst als Referentinnen aktiv. In ihren Kleingruppen vermittelten Daniela Castro Adams und Jasmin Teubner praxisnah, was Zivilcourage im Alltag bedeutet und wie man helfen kann, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Eine Methode der Zivilcourage ist der sogenannte „Opferklaus“. Dabei wird eine betroffene Person durch eine gezielte Ansprache oder Ablenkung aus einer belastenden Situation herausgeführt. Anhand verschiedener Szenarien erarbeiteten die Jugendlichen Handlungsmöglichkeiten und reflektierten, wie Hilfe geleistet werden kann, ohne sich selbst zu gefährden.
Das Projekt „Selbst-Bewusst“ verdeutlichte die Bedeutung außerschulischer Kooperationen für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Die Kombination aus theoretischem Wissen, praktischen Übungen und dem offenen Austausch in kleinen Gruppen schuf eine Lernatmosphäre, in der sich die Jugendlichen trauten, Fragen zu stellen, Unsicherheiten zu benennen und neue Stärken zu entdecken.
Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für ihr Engagement und ihre fachliche Unterstützung bei der Umsetzung des Projekts.

Impressionen aus den Workshops:

















